- abhyasa
Wiederholung;
ständiges Praktizieren.
- acara
Sitte;
Tradition; Äußeres Befolgen von eingeführten Regeln und
Gesetzen; Lebensregel,
Gewohnheiten die von der inneren Natur des Menschen
bestimmt sind.
- adhidaivata
Göttliches Element im
Werden.
- adhyatma
Das Prinzip
des Selbstes in der Natur; alles das etwas mit der höchsten Existenz - dem
Selbst oder Spirit - in uns zu tun hat;
- Aditi
Unendliches
Bewußtsein; die Mutter der Welten.
- adityas
Sonnengötter; verschieden als 7, 8 oder 12 aufgezählt. Söhne
Aditis.
- Agni
Feuer;
Feuer-Gott; Flamme der göttlichen Kraft; erleuchteter Wille;
Göttlicher Wille; das Feuer menschlicher Aspiration.
- ahamkara
Ego; Egoismus; Ich-Sinn;
Ich-Idee; das trennende Prinzip der Ego-Formation;
- akasha
(dt. Akascha)
Äther; ätherischer Brahman; subtiler Raum.
- akhanda rasa
Undifferenzierte oder ungekürzte Freude an der Erfreulichkeit der Dinge.
- amritam
die
Unsterblichkeit.
- amsha
Teil.
- anna
Körper,
annam, Materie.
- ananda
Entzücken; essentielles
Prinzip des Entzückens; Wonne; spirituelle Exstase;
die Wonne des
Spirits, die die geheime Quelle und Stütze allen Seins ist.
- ananda-loka
Welt des
massierten Entzückens. Eine der drei höchsten Welten über der
Gnosis.
- anandamaya
Von
Seligkeit erfüllt; ein weites Wonne-Selbst hinter dem begrenzten mentalen
Selbst.
- anandamaya-kosha
auch
ananda-kosha; Hülle der Seligkeit.
- anantam brahma
Brahman
unendlich im Sein und Eigenschaft
- angirasa
Der Rischi,
der den Seher-Willen präsentiert. Die Angirasa Rischis sind die
Flammenkräfte Agnis..
- annam
Speise. Grobe
sichtbare Materie.
- annamaya kosha
siehe
annakosha.
- annamaya purusha
Physisches bewußtes Wesen; physisches Bewußtsein im Menschen.
- annakosha
Hülle des materiellen
Bewußtseins.
- antahkarana
Das innere
Instrument (Geist); die bewußte Mentalität. Nach dem alten System
wird es in vier Mächte eingeteilt: citta, das
zugrunde liegende mentale Bewußtsein; manas,
das Sinnen-Mental; buddhi, die Intelligenz; ahmakara die Ich-Idee.
- antaratman
Inneres
Wesen.
- antariksa
Äther,
Mittelwelt.
- anubhava
Erfahrung,
Erlebnis.
- anudeyi
das in
gebührender Reihenfolge gegeben werden soll.
- anusthana
Religiöse Übung.
- apana
Auswärtsatem.
Lebensströmung im niederen Teil des Rumpfes. Der Atem des Todes, er gibt
die Vitalkraft aus dem Körper heraus.
- aparardha
Die untere Hemisphäre
(Materie, Leben, Geist), siehe auch parardha.
- artha
Bedeutung;
Objekt; Selbstinteresse; vitale Interesse; materielle, ökonomische und
andere Ziele und Notwendigkeiten des Geistes und Körpers.
- aryan
Arier;
vollkommener Mensch.
- asat
Nicht-Existenz;
Nichtsein, im Gegensatz zu sat;
- ashwatta
Der
symbolische Baum der kosmischen Existenz, der keinen Anfang und kein Ende hat;
der Baum des Lebens.
- atman (atma)
Das
Selbst; der Spirit.
- atma-shakti
Selbst-Macht; Seelen-Macht.
- atthasyam
Gelächter, daß den Tod und die Niederlage und die Mächte der
Unwissenheit in Kauf nimmt.
- avidya
Die Unwissenheit; das kosmische
Prinzip der Unwissenheit; siehe vidya.
- bahya-sparsa
äußere Kontakte und Berührungen; die Wirkung von Dingen.
- bhakti
(dt. Bakti)
Verehrung; Liebe zu Gott. bhaktiman:
jemand mit Liebe, Verehrung für Gott.
- bhakti-yoga
der Yoga
der Liebe und Verehrung, erstrebt den Genuß der erhabensten Liebe und
Seligkeit.
- bhava
Emotion;
ästhetische Form; Seinszustand; subjektiver Zustand oder Gefühl;
Zustand bewegter Natur; Form, Zustand oder psychologische Selbst-Manifestation;
eine Verwirklichung im Herz oder Mental.
- bheda
Unterschied.
- bhoga
Besitzen und
Genießen
- bhuma
große
Einheit des freien Spirits; groß.
- bhunjithah
Erfreue
dich.
- brahman
Das Absolute,
die allgegenwärtige Wirklichkeit; die ewige Geist-Substanz; der Ewige; der
Herr, das Selbst, das reine Sein. Er ist der Einzige ohne einen Zweiten, das
All, der Eine, außer dem nichts existiert, die einzige universale,
wesentliche Realität.
- Brahmanas, die
Der
Teil des Vedas, der die Regeln für die Verwendung der Hymnen, der alten
Legenden, usw. in Prosa enthält.
- brahmacarya
vollständige sexuelle
Enthaltsamkeit;
- brahmavidya
Die
Wissenschaft vom Erkennen des Brahman; das höchste spirituelle
Wissen.
- brihat
auch brhat; Das
Weite.
- brihaspati
auch
brhaspati; Der Gott der Sprache und der Priester der Götter.
- buddhi
Das denkende Mental und die
Intelligenz; das Prinzip der Intelligenz; die wahrnehmende Intelligenz und der
erleuchtete Wille; unterscheidende Vernunft; Verstehen; Verstandesmacht;
instrumentale Idee; intelligenter Wille; Vernunft; es ist das Intstrument der
Seele, des inneren bewußten Wesens in der Natur, des purusha, durch das dieser in geordneten bewußten
Besitz, sowohl seiner selbst wie seiner Umgebung gelangt.
buddhi ist die Befähigung des bewußten
Menschen, das über seine Anfänge in dem zugrundeliegenden citta weit hinausragt; es ist die Intelligenz mit ihrer
Wissens- und Willenskraft. Es ist seiner Natur nach Denk- und Willenskraft des
Geistes, das in die niedere Gestalt mentaler Aktivität umgewandelt wird;
'Intelligenz' wird aber auch vijnana oder
buddhi genannt, die freie spirituelle oder
göttliche Intelligenz, die nur eine niedere Ableitung aus der
göttlichen gnosis ist. (siehe Buddhi-Yoga: Yoga der
Intelligenz und des Willens.)
- chaitya purusha
Die
Seele oder das psychische Wesen.
- chapras
Ausweis
- chit-shakti
(oder
cit) Göttliche Macht des Seins; bewußte Macht; höchste
Energie.
- chit-shakti
(oder
cit) Göttliche Macht des Seins; bewußte Macht; höchste
Energie.
- cit (chit)
Bewußtsein; aktives Bewußtsein; kreatives Selbstbewußtsein;
Bewußtseinskraft; das essentielle Bewußtsein des Spirits.
- citta
(dt. Tschitta) Das dem Mental
zugrundeliegende Bewußtsein; der ursprüngliche
Bewußtseins-Stoff; das Herz. Es durchdringt die Aktion des
Bewußtseins und nimmt sie in seinen Besitz; das emotionale und das reine
seelische Wesen; der Stoff des mentalen Bewußtseins, in dem alle
Aktivitäten entstehen.
Es ist weithin unterbewußt; es hat, offen
und verborgen, zwei Arten von Aktivität: die eine ist passiv oder
rezeptiv, die andere aktiv oder reaktiv und gestaltend. Als eine passive Macht
nimmt es alle Einwirkungen in sich auf, sogar solche, die das Mental gar nicht
wahrnimmt oder die seiner Aufmerksamkeit entgehen. Es ist in der Natur
universal, aber es ist in der Natur der Materie unterbewußt und
mechanisch, es ist der Speicher des Gedächtnisses oder das Reservoir
vergangener Eindrücke.
- citta-suddhi
Läuterung der im citta gebildeteten mentalen und moralischen
Gewohnheiten.
- darshana
(dt.
Darschana), das Sehen, Gott immer und überall schauen, Vision,
Philosophie.
- deva
Gott; ein
mentaler Halbgott. (Die Götter sind Personalitäten und Mächte
des dynamischen Göttlichen).
- devi
Göttin.
- dhama
Ort;
Station
- dharma
Das
natürliche Gesetz und der Geist der Religion; das Gesetz des Ablaufs der
Natur; das Rechte, das moralische Gesetz, die konventionellen Formeln des
Glaubens und Handelns; alle festgelegten äußeren Verhaltensgesetze
und Konstruktionen der äußerlichen Natur an der Oberfläche. Die
Gita definiert dharma (ein Ausdruck, der
mehr bedeutet als nur Religion oder Moralität) als Handlungsweise, die
durch unsere wesenhafte Art und Weise des Selbstseins gesteuert wird.
Eigentlich bedeutet das Wort: "festhalten" (von der Wurzel
dhr='halten'); dharma ist beides: -
das, woran wir festhalten und das, was unsere äußeren und inneren
Funktionsweisen zusammenhält; das Gesetz, die Norm, die Regel der Natur,
das Handeln und Leben; dharma steht
für diese kollektive indische Auffassung des religiösen,
gesellschaftlichen und moralischen Verhaltensgesetzes. Im Buddhismus bedeutet
es das Gesetz der Selbstdisziplin und das Sichbemühen auf dem achtfachen
Pfad.
- Dharmaraja
Imperiale
Herrschaft der Gerechtigkeit; Königreich des Rechten und Wahren.
- dhi
Intellekt; die
Feinheit und Raschheit der Denkauffassung. Das Wissen.
- dhira
der Denker;
- ekatvam
Einssein;
Einheit; göttliches Einssein.
- gayatri
Mantra, um das
Wahrheitslicht in alle Ebenen des Wesens zu bringen.
- Gayatri Mantra
"Lasse
unsere Intelligenz auf dem geliebten Licht dieser kreativen Gottheit verweilen,
die Sonne, die der Schöpfer ist, so daß er uns mit der richtigen
Intelligenz ausstatten kann."
- ghore
Furchtbar,
schrecklich.
- ghrita
geklärte
Butter, oft als Synonym in den Wedas verwendet.
- Gita
Abkürzung
von Bagavat Gita; das berühmte mystische Buch im Mahabharata mit 16
Kapiteln. Dialog zwischen Krischna und Ardschuna.
- go
Kuh; in den Wedas
als Synonym für Licht.
- gunas
Eigenschaften;
die drei primären Eigenschaften (sattva, rajas, tamas), die die Natur der Dinge
formen.
- guru
Führer;
Lehrer; spiritueller Lehrer.
- Indra
Der Herr des
Himmels; Meister des erleuchteten Mentals; Macht des Lichtes. Das durch
Indra repräsentierte Prinzip ist die Mental-Macht, die von den
Beschränkungen und Verfinsterungen des nervlichen Bewußtseins
befreit ist.
- ishvara
(dt. Ischwara)
Der Herr, der Meister. Gott als Herr der Natur. Das Göttliche.
- jagat
Welt; (lit. das
sich Bewegende) jagati: in der
Bewegung
- jagatyam yagat
Bewegung in Bewegung; beweglich in der Beweglichkeit.
- jala
Wasser.
- jana-loka
Welt reinen
Entzückens; Welt des Ananda, im doppelten Sinn von
Geburt und Entzücken.
- jivanmukta
Einer der
zu Lebzeiten befreit ist.
- Jivatman
Das
persönliche Göttliche; das persönliche Selbst des Wesens; das
Selbst jeder lebendigen Kreatur.
- jyoti
Licht.
- jnana
höchstes
Selbst-Wissen, essentielles Wissen, direktes Wissen ohne Verwendung eines
Medums,
- jnanam brahma
Brahman
als selbst-existentes Bewußtsein und universales Wissen
- jatah
geboren.
- kala
Die Zeit. Der
Zeitgeist.
- kali
die
Göttliche Schakti; die dunkle Kraft der universalen Mutter; Mutter Aller
und Zerstörer von Allem.
- kavi
Seher; Poet; es
bezeichnet jeden der Verse oder auch Prosa schreibt, doch im Weda bedeutete es
den Dichterseher, der das inspirierte Wort sah und für seine Vision fand.
- kama
Begehren und
Genuß. Die Befriedigung des Begehrens.
- karana
Ursache;
Quelle; Effiziente Ursache.
- karana-jagat
Kausale
oder typische Welt
- karma
Das Handeln das
seine Konsequenz in sich trägt; das Wirken.
- kena
bei wem, bei
was.
- ksatriya
(dt.
Kschatrija) die königliche und Krieger Klasse; Mensch der Macht.
- kundalini
Die
geringelte und schlafende Schlange der Energie im Innern.
- laya
Auflösung.
- loka
Welt.
- Mahabharata
berühmte epische Dichtung des alten Indiens.
- mahas
Welt der reinen
Idee.
- mahat
das Shankya
Prinzip der Intelligenz; das weite kosmische Prinzip der Kraft.
- manas
Der sechste Sinn; das Sinnenmental;
das einfache Mental; die aus dem Grundbewußtsein hervorgehende
Aktivität, die das Wesen dessen ausmacht, was wir den Sinn nennen.
Das Sinnenmental im Unterschied zur Vernunft, buddhi.
Manas
ist die Weiterentwicklung aus dem äußeren citta; es ist das erste Organisieren des groben
Bewußtseins-Stoffs, der durch äußere Kontakte erregt und
wachgerufen wird. Es ist in erster Linie ein Organisator der Sinnenerfahrung;
ferner organisiert es die natürlichen Reaktionen des Willens im
verkörperten Bewußtsein und verwendet den Körper als Werkzeug,
d.h. es verwendet (wie man gewöhnlich sagt) die Organe des Handelns.
- manomaya kosha
auch
mano-kosha; Geist-Hülle.
- manomaya purusha
Mentale Person; mentale Seele; Geistseele und Geistbewußtsein.
- manu
manus; Sohn der
Menschen; symbolhafter Mensch; der Vater der Menschen. Die mentale Person oder
die Seele im Geist bei den alten Weisen.
- marut
Wind
- maya
Illusion;
Unwirklichkeit; die kreative Macht des Bewußtseins durch die die Welt
existiert; schöpferischer Obergeist (Obergeist); maya in seinem
ursprünglichen Sinn, bedeutete ein einschließendes und enthaltendes
Bewußtsein, befähigt zu umfassen, auszumessen und zu begrenzen und
deshalb formbildend.
- Mitra
Wedischer Gott;
Gott der Harmonie und Liebe.
- mithya
falsch
- mrityu
Der Tod
- mukhya
haupt
- mukta
einer der befreit
ist; frei
- mukta-jiva
Seele, die
frei von Begrenzung und Illusion ist.
- mukti
Erlösung;
Befreiung von der Unwissenheit die alle irdischen Wesen enthält;
spirituelle Befreiung.
- nadi-suddhi
Nervenreinigung.
- neti (netineti)
nicht
dies, nicht das.
- ninyani vacamsi
Geheime Worte.
- niyama
Kontrolle;
Disziplin des Geistes von regulärer Praxis, von dem das Höchste die
Meditation über das göttliche Wesen ist und ihr Ziel ist, eine
sattwische Ruhe, Klarheit und Vorbereitung zur Konzentration zu schaffen.
- OM
ausdrucksvolles
Klang-Symbol vom Brahman-Bewußtsein; ein Mantra.
- param
das Höchste;
selbst-seiendes höchstes.
- Paramatman
Das
Allerhöchste Selbst; das Absolute; das allerhöchste Göttliche
Wesen.
- para-prakriti
Höchste spirituelle Natur; die höhere Natur des Spirits.
- parardha
Die obere Hemisphäre (Sat,
Chit, Ananda), siehe auch aparardha.
- pashu
Die Herde; das
Tier; das körperliche Wesen; Tier - Mensch.
- prãjna
Das
Selbst welches den Tiefschlaf oder das kausale Bewußtsein stützt.
Meister der Weisheit und des Wissens.
- prakriti
Natur; phänomenale Natur;
exekutive Natur; schöpferische Energie. Die Natur-Seele.
- prana
Leben; die Lebensenergie;
Lebenskraft; das Lebensprinzip. Der Atem; der Einwärtsatem; Vitalkraft
allgemein. Prana-loka, die kosmische Lebensebene.
- pranayama
Kontrolle
des Atems oder der Vitalkraft (Lebenskraft); yogische Übung zur Kontrolle
der Lebenskräfte.
- pranamaya kosha
auch
prana-kosha; Vitale Hülle; nervliches Bewußtsein.
- pranamaya purusha
Lebensseele und Lebensbewußtsein im Menschen; vitales bewußtes
Wesen; Vital-Seele;
- prajnana
Das
verstehende Wahrheitsbewußtsein; die verstehende Bewegung des
Wahrheitsbewußtseins; Weisheit; theologischer Wille; Wissen mit Zweck.
- prasada
Ruhe,
Leichtigkeit und Klarheit.
- prema
Liebe.
- punya
Tugend;
Verdienst; was man durch moralische Tüchtigkeit erwirbt.
- prthivi
Erdprinzip.
- puranas
Sammlung
altindischer religiöser Schriften; purani, uralt,
immerwährend.
- purusha
Seele; bewußte Seele;
inneres Wesen; die bewußte Seele, die weiß, beobachtet, anzieht,
lenkt; die Seele die weiß und regiert; der wirkliche Mensch in unserem
Innern; eine göttliche unendliche Personenseele ist der Spirit, der
volle Erkenntnis der Wirkensweisen seiner Natur besitzt, der diese durch sein
Wesen fördert und erhält und in seiner Daseins-Seligkeit sich ihrer
erfreut oder die Freude an ihr zurückweist.
- rajas
das Prinzip der dynamischen Bewegung;
Leidenschaft, Anstrengung; Kampf und Ringen; Initiative.
- raja-yoga
eine
psychologische Wissenschaft, die das Ziel verfolgt, alle höheren
Zustandsformen des Bewußtseins und ihre Mächte zu erlangen, durch
die sich das mentale Wesen bis zum Überbewußten erhebt, wie auch
seine letzte und äußerste Möglichkeit des Einsseins mit dem
Höchsten erlangt.
- Rakschasa, Rakschasi
Der Riese, die Riesin. Der Oger oder Verschlinger der Welt. Ein Wesen vitalen
Hungers. Die schreckliche gigantische Macht der Dunkelheit. Wesen der mittleren
vitalen Ebene, die in Gegnerschaft zu den Göttern stehen.
- rasa
Saft oder Essenz
eines Dinges und sein Geschmack; die Freude an den Dingen; konzentrierter
Geschmack; spirituelle Essenz von Gefühlen; ästhetische Freude.
- Ravana
Riese aus dem
indischen Epos Mahabharata.
- rik
Vers. Das Wort das
die Erleuchtung mit sich bringt.
- rishi
(dt. Rischi) der
Weise, der Seher, jener der das wahre Gesetz der Dinge direkt durch innere
Schau sieht. Die alten Weisen Indiens, die den Weda empfingen.
- rudra
Die Energie, die
gewaltig auf das menschliche oder ein anderes Hindernis einwirkt und es
zerschmettert; die starke Energie der Gottheit, die ohne Haß kämpfen
und ohne Groll zerstören kann, da sie zu jeder Zeit wahrnimmt, daß
die Dinge die sie zerstört, Teile ihrer selbst sind.
- Sadhaka
Ein Mensch,
der eine Yoga-Disziplin auf sich nimmt, um Vollkommenheit oder
siddhi zu erlangen.
Praktikant.
- sadhana
Praxis zur
Erlangung; sprirituelles Selbst-Training und Übung; eine Methode, System
des Yoga.
- samana
Lebensströmung, die den Austausch von prana und
apana reguliert und sie ausgleicht; der höchst
wichtigste Agent beim Erhalt des vitalen Kräftegleichgewichtes und deren
Funktionen.
- samrat
König;
Kaiser; Allregent; Herr.
- samskara
fundamentale
Tendenzen; gewohnheitsmäßige Impulse; alte Assoziationen; geformte
Gewohnheiten und Assoziationen.
- samyama
Beherrschung;
Selbstkontrolle; eine Konzentration, das Bewußtsein dirigierend oder
festhaltend, so daß man durch diese Konzentration alles das wahrnehmen
kann, was sich in dem Objekt befindet.
- sankalpa
Entschlossenheit; Bestimmtheit; Zustimmung des Willens;
- sannyasa
das Aufgeben;
totale Entsagung; äußere Entsagung.
- saraswati
Göttin
der Weisheit.
- sarva
jedermann; alle.
sarvam: alles, alles dies was ist.
- sat
Sein; Existenz; Wirklichkeit; die Reine Existenz; das Ding das wirklich ist;
heilig; tugendhaft; gut.
- satsanga
gute
Gesellschaft; Kommunion mit den Guten.
- sattva
Klarheit; das Prinzip von Licht und
Harmonie in der Natur; die innere ausgewogene Haltung von Frieden, Wissen,
Harmonie, und Zufriedenheit.
- savitr
Wahrheitssonne
in den Wedas.
- shakti
die
göttliche oder kosmische Energie; die Bewußtseinsmacht; die
Weltenmutter.
- Sankhyas
Ein System
der Philosophie und spriritueller Praxis, auf einer detallierten Analyse der
Natur und des Bewußtseins basierend; Prakriti und
Puruscha.
- shanti
(dt. Schantie)
Friede, Ruhe; ein starker Friede und das Fehlen aller Störung und
Verwirrung.
- shastra
(dt. Schastra)
eine heilige Schrift, die das Wissen von Wahrheiten, Prinzipien, Mächten
und Verfahren enthält, die zur Realisation des Göttlichen Wesens
führen.
- Shiva
(dt. Schiwa) Des
Ewigen Personalität der Kraft; durch ihn ist alles erschaffen, durch seine
Leidenschaft; durch seinen Rhythmus, durch seine Konzentration; Name des
dritten Gottes der Hindu Trinität.
- shradda
Zeremonie nach
dem Tode; jährlicher Ritus für die Toten. Auch Glaube.
- siddhi
Vollkommenheit; okkulte
Mächte.
- sloka
metrischer Vers
in den Weden.
- Soma
Herr des Ananda;
Wein göttlicher Seligkeit; die Macht des Ananda.
- somarasa
transzendentes Entzücken.
- sruti, shruti
dt.
Schruti: inspirierte Offenbarung; das direkte inspirierte Wort, welches die
Offenbarung der Wahrheit, durch die höhere Befähigung des Sehers ist.
- sthanu
Stabilität; eine große zeitlose Stabilität, die
unveränderlich, unerschöpflich und unverbrauchbar ist.
- stoma
Preishymne der
Gottesbekräftigung.
- svabhava
Natur;
Selbst-Wesen, eigenes Werden; Natur eines Dinges; die eigene Natur jedes
Wesens;
- svadharmaSelbst-Gesetz;
essentielles Gesetz; eigenes Gesetz des Handelns; wahre Seinsregel und Weg; die
Linie seiner Personalität;
- svarga
Paradies,
Brahman-Welt.
- sudra
(dt. Schudra)
Dienerklasse der Gesellschaft.
- suksmadristi
subtile
Vision; subtiles Empfangen von Bildern.
- sukta
Hymne, Vedische
Hymne.
- surya
Die Sonne. Gott
der Sonne.
- sushupti
Selbstabsorbierender Schlaf des Bewußtseins. Tiefster Zustand des
Samadhi; das Schlaf-Selbst;
- svarat
Kenner des
Selbstes; freie Seele.
- syamasundara
Gott als
Schönheit.
- taijasa
Das Selbst
welches den Traumzustand oder das subtile Bewußtsein stützt.
- tamas
Prinzip und Macht der Trägheit;
passives Element persönlicher Tätigkeit; die Wirkensweise von
Unwissen und Trägheit;
- tantra
Ein yogisches
System, das in seiner Natur synthetisch ist und von einem großen
zentralen Prinzip der Natur, von einer großen dynamischen Kraft der Natur
ausgeht; tantrika: einer der der
Disziplin des Tantra folgt.
- tapas
Höchste
Energie. Bewußtheitskraft. Wille. Seinsmacht. Energisieren und
Konzentrieren unserer Kapazitäten; Hitze; Askese; Selbstkontrolle; das
Prinzip spiritueller Macht und Kraft in der höchsten oder göttlichen
Natur.
- tapascharya
Auf
tapas basierende Führung.
- tapasya
Konzentration
des Willens, um die Resultate der Sadhana zu erlangen und die niedere Natur zu
besiegen; asketische Selbstbemeisterung; Askese.
- tattvas
Fundamentale
kosmische Prinzipien. Elemente. Äther, Wasser, Feuer, Luft. Ein weiteres
ist Mahat Tattva, kosmische Intelligenz.
- tejas
leuchtende
Energie. Hitze und Licht und Elektrizität im Menschen.
- turija
Das Vierte;
jenseits; das allerhöchste oder absolute Selbst des Daseins.
- tyaga
innerer
Rückzug oder innere Entsagung.
- udana
Lebensströmung, die vom Körper zum Scheitel des Kopfes aufwärts
verläuft; ein regulärer Kommunikations-Kanal, zwischen dem physischen
Leben und dem größeren Leben des Spirits.
- upadesa
Instruktion,
Anleitung.
- upanishad
(dt.
Upanischade) Wörtlich, die Geheimlehre. Eine Klasse philosophischer
Schriften, die den Brahmanas
beigefügt sind und eine Erläuterung der Bedeutung der Brahmanas und
des Veda geben. Sie gelten als die Quelle
der Vedanta-Philosophie. Sie sind die höchste alte Autorität für
die Wahrheiten höherer Erfahrung; das Evangelium von der innersten
Wahrheit der Dinge.
- upasana
Wörtlich
"Gott nahe sitzend". Verehrung.
- ushas
Die
Morgendämmerung. Die Göttin Aurora.
- vaishvanara
Das
universale Männliche. Das Selbst, daß den Wachzustand
beherrscht.
- vaisya
(dt. Waischja)
Produzent und Stütze der Gesellschaft; Bourgeois.
- vanaprastha
Einsiedler; Waldbewohner; Eremit.
- Varuna
Einer der
Götter des Weda, der Gott des weiten Ozeans bewußter Existenz;
vergleichbar mit Poseidon.
- vasu
Reichtum; einer
der acht Halbgötter, Diener des Indra.
- vayu
Meister des
Lebens. Erwecker des Atems oder der dynamischen Energie genannt Prana, die im
Menschen durch die vitale oder nervliche Aktivität dargestellt ist. Wind.
Lebens-Gott. Gott der Vital- oder Astralebene.
- veda
(dt.Weda) Weisheit. Das Wissen. Alte
indische Heilige Schrift, die ihre Grundlage ausschließlich in der
Intuition und spiritueller Erfahrung hatte.
- vedanta
(dt. Wedanta)
Das System der Philosophie und spirituellen Disziplin im Einklang mit dem "Buch
des Wissens", das den späteren Teil des Veda bildet. Der frühere war als das "Buch der
Werke" bekannt. Es handelt von den Prinzipien und wesentlichen Dingen des
göttlichen Wissens
- vidya
Wissen;
Wissenschaft; das Bewußtsein der Einheit; (siehe auch avidya)
- vijnana
Originalumfassendes Bewußtsein, das eine Abbildung von Dingen in seiner
Essenz und Gesamtheit hält. Reine Idee; Wissen durch Unterscheidung;
Wissen vom Einen und den Vielen, bei dem die Vielen in Begriffen des Einen
gesehen werden.
- vijnana
buddhi
Supramentaler Wille und Intelligenz; supramentale
Vernunft. Seine Natur ist geistiger, unmittelbarer; ein aus dem Selbst
erleuchteter und wirkender Wille sowie eine solche Intelligenz.
- vijnanamaya kosha
auch
vijnana-kosha; kausaler Körper; Wissens-Hülle (Fahrzeug).
- vijnamaya loka
Die
Sonnenwelt; die Ebene des Wahrheitswillens.
- vira
Heroe: Heroischer
Mensch.
- virat puruscha
Der
kosmische Spirit. Der Meister des Universums. Die universale Seele.
- Vishnu
(dt. Wischnu)
Des Ewigen Personalität des Bewußtseins; in ihm wird alles
gestützt, in seiner Weite, Stabilität und Substanz. Wischnu
ist Ewigkeit.
- vishva
Selbst das den
Wachzustand oder das physische Bewußtsein unterstützt
- visuddha
Kehlkopf-Zentrum welches den ausdrucksfähigen und
veräußerlichenden Geist ausdrückt; geläutert.
- visuddha buddhi
Geläuterter Intellekt
- Vivasvan
Die Sonne der
Wahrheit.
- vritra
Die Schlange.
Der große Widersacher. Sie hindert mit ihren Windungen der Finsternis,
jede Möglichkeit göttlichen Seins und göttlicher Aktion. (In der
europäischen Tradition, ist dies der Drache der Finsternis).
- vyana
Der Lebensstrom,
der alles durchdringt und die vitalen Energien durch den ganzen Körper
verteilt.
- yama
der Todesgott;
der Bestimmer, Aufseher; die Regel moralischer Selbstkontrolle; jede
Selbst-Disziplin, bei der der rajas-Egoismus mit seinen
Leidenschaften und Begierden im menschlichen Wesen besiegt und völlig zur
Ruhe gebracht wird.
- yoga
(dt. Yoga)
vereinigen; Vereinigung mit dem Selbst, dem Spirit oder dem Göttlichen, -
Eins in allen Dingen. Der Prozess des inneren und höheren
Bewußtseins, in uns und über uns, der das möglich macht. Kunst
der bewußten Selbstfindung. Spirituelle Disziplin. Yogin, jemand der Yoga praktiziert.
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